Autor: Herr_Holle

„Marsch der Freiheit“

Ein Freund beging Selbstmord. Sie hatten die Schnauze voll von den unhaltbaren Lebensumständen in den deutschen Flüchtlingsheimen und dem jahrelangen Warten auf ihren Bescheid. Sie liefen los. 600 Kilometer, von Würzburg nach Berlin. Auf ihrem Marsch forderten Sie die Solidarität der deutschen Öffentlichkeit ein. 2012 habe ich mit Freund Thomas Knapp und die protestierenden Flüchtlingen einige Etappen auf ihrem Marsch durch Bayern, Thüringen und Sachsen-Anhalt begleitet. Daniel Kunle und ich hatten 2011 die unhaltbaren Zustände in den thüringischen Lagern in einer kurzen Passagen in unseren ZDF-Dokfilm „Wir könnten auch anders!“ integriert und ernteten von vielen Seiten Unverständnis dafür: „Was hat das denn miteinander zu tun?“ war so eine klassische Frage, die an uns herangetragen wurde. Wir wollten uns dem Thema erneut annähern, in dem wir den selbstorganisierten Protestmarsch begleiteten. Er fing sehr klein an und endete in Berlin mit einer großen medialen Aufmerksamkeit: Hungerstreik am Brandenburger Tor, Flüchtlingscamp am Oranienplatz, Räumung der Gerhard-Hauptmann-Schule.  Angela Merkel hielt zu diesem Zeitpunkt noch eisern an Dublin-II und der „Residenzpflicht“ fest. Ein Filmkonzept „Das Tribunal der Verdammten“ enstand, fand …

„Chinatown Oranienburg“

OK. Dies wird also mein erster Blog-Beitrag … Ich möchte hier meine Beobachtungen im Alltag, Unveröffentlichtes aus Projekten und auch meine bisher unrealisierten, teilweise auch gescheiterten Projektansätze präsentieren. Mal sehen was sich aus diesem Blog noch entwickelt … Chinatown Oranienburg 2007 las ich in der Zeitung, dass der Stadtrat in Oranienburg ernsthaft erwägen würde, auf einem ehemaligen Sowjet-Flugplatz eine Chinatown zu entwickeln. Ein Investor aus Frankfurt Oder mit vielversprechenden Kontakten nach China … 500 Millionen usw. usw. Mit Freund Bernd Schoch bin ich dann mal nach Oranienburg gefahren und wir haben uns auf einer Stadtratssitzung das Für und Wider der lokalen Parteivertreter zum Projekt angehört. Herausgekommen ist dabei dieser Trailer mit Einblick in die Seelenlage kommunlaer Verantwortungsträger. Vorsicht: Schmunzelgefahr! Ist dann nix geworden mit dem Projekt und leider auch mit unserem Filmvorhaben. Schade aber auch!